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Bueffel_trinken

Ordnung Paarhufer (Artiodactyla), Unterordnung Wiederkäuer (Ruminantia), Familie Hornträger (Bovidae)

Büffel (Syncerus caffer) gelten als zu den gefährlichsten Tieren Afrikas gehörend. Alte Bullen gesellen sich zu Junggesellengruppen zusammen und sind sehr angriffslustig. Sie benötigen nicht nur zum Trinken Wasser, sondern vor allem ältere Bullen lieben es, sich in den Schlamm zu legen und sich darin zu wälzen. Es verschafft nicht nur Kühlung, sondern hilft auch äusserliche Parasiten, wie Zecken zu bekämpfen.

Weder die Herden noch die alten Einzelgänger, die sich in Junggesellengruppen zusammenschliessen, haben ein Territorium sondern ziehen in einem Homerange. Bullen kämpfen für die Chance sich mit einer stierigen Kuh in der Herde zu paaren.  

 

 

Bueffel_Schlamm
Bueffel_jung

 

 

Büffel sind weit über Afrika verbreitet. Sehr grosse Herden kommen in der Serengeti, Masai Mara und Meru Nationalpark vor mit bis zu 600 Tieren. Bullen wiegen zwischen 425 und 870 kg, Kühe um die 570 kg. Es gibt v.a. unter den Bullen lokale Grössenunterschiede. Sehr stattliche Bullen findet man im Nakuru Nationalpark.

Junge werden im Schutz der Herde geboren.

 

 

Bueffelherde_paaren

 

 

 

 

Familie Giraffen / Giraffidae

In Afrika kommen 7 Unterarten vor. 3 in Kenia und 1 in Tansania - allerdings sind durch neue Untersuchungen nun 4 Arten beschrieben.

Die Masai Giraffen (Giraffa (camelopardalis) tippelskirchi) hat das unregelmässigste Muster unter den 3 Kenianischen Giraffen.
Jedes Tier hat seine individuelle Zeichnung. Bullen werden mit zunehmendem Alter dunkler und erreichen eine Höhe bis 5.2 m. Sie haben das grösste Auge und können Fressfeinde von weitem sichten. Allerdings ist nur ein kleiner Bereich durch beide Augen abgedeckt, so dass der Rest unscharf sieht und hauptsächlich nur Bewegungen wahrnehmen kann.

Giraffen fressen nur kurze Zeit am gleichen Busch und fügen ihm somit keinen nennenswerten Schaden zu. Sie ziehen in losen Herden in ihrem Homerange immer auf der Suche nach Futter. Den Kopf fast 5 m über dem Boden zu haben, ermöglicht es an Blätter heranzukommen, die anderen Pflanzenfressern unerreichbar sind.

Giraffen gebären im Stehen und die Jungen können nach wenigen Minuten stehen und nach der Milchquelle suchen. Junge Giraffen bilden oft Kindergärten und warten bis die Muttis wieder zurückkommen.

Vorkommen: Mittelkenia bis Tansania.

 

 

 

Giraffe_jung
Giraffe_liegend

Giraffen ruhen oft, fallen aber nur 7 Minuten pro Tag in Tiefschlaf.

 

 

Giraffen_folgend
Giraffenkopf_Maasai

 

 

Die Netzgiraffe (Giraffa (camelopardalis) reticulata) ist die nördlichste der 7 Giraffentypen. Mit ihrem sehr markanten Netzmuster vielleicht auch die attraktivste. Wie viele andere Tiere nomadisieren sie aus den Reservaten in die umliegenden Gebiete. Sie kommen in Lewa Downs, Samburu/Shaba und Meru Nationalpark vor.

Giraffenbullen messen ihre Kräfte. Die Kämpfe sind ritualisiert und ernsthafte Verletzungen selten. Dennoch die Schläge werden mit Schwung ausgeführt und man hört sie hallen. Männchen werden mit zunehmendem Alter dunkler. Die aus Knochen bestehenden Hörner sind bei Bullen glatzköpfig.

 

 

 

Giraffenbullen_kaempfen
Giraffenkopf1

 

 

 

 

 

Girafe_trinken1

Giraffen suchen im Fluss nach Wasser. Der Ewaso Nyiro Fluss im Samburu Gebiet ist der Wasserversorger der Region. Bei extremer Trockenheit graben Ranger, um Grundwasser für die Tiere zu beschaffen. Der Fluss kann aber genauso gut ein reissender Strom werden, wie im Februar 2010 geschehen.

Zum Trinken müssen sie in die Knie und sind dadurch leicht angreifbar. Deshalb nähern sie sich Tränken immer sehr vorsichtig. Ventile in den Blutgefässen verhindern, dass Blut zu schnell ins Hirn fliesst und es dabei beschädigt.

Netzgiraffen trifft man im Meru Nationalpark, sowie den Reservaten, Samburu, Buffalo Springs, Shaba, Lewa Conservancy und weiter im Norden.

 

 

Die seltenste der 3 Ostafrikanischen Giraffen ist die Rothschildgiraffe / Uganda- oder Baringogiraffe (Giraffa camelopardalis rothschildi) ist. Als Giraffen das erste Mal gesehen wurden, vermutete man sie seien eine Mischung aus Kamelen und Leoparden, weshalb sie ihren lateinischen Namen camelopardalis bekamen. Die im Nakuru Nationalpark 1977 eingeführten Rothschildgiraffen haben sich so gut vermehrt, dass man bereits einige an private Schutzgebiete abgeben konnte.

Typisch für die Rothschildgiraffen sind die hellen Beine. Giraffengruppe im Ruma Nationalpark (unten). Sie schälen Rinde von Akazien in der Trockenzeit, was bei zu grosser Giraffenzahl zum Absterben vieler Bäume führen kann.

Rothschildgiraffen sind in Kenia in Nakuru und Ruma Nationalparks und im Giraffe Centre zu sehen. Neu wurden sie im Ruko Reservat am Baringo See ausgesetzt.

Rothschild_kopf

 

 

Rothschildgiraffen