You are currently viewing Regenpfeiferartige bis Rennvogel Arten in Ostafrika
Bindenrennvogel am Baringo See von Lorenzo Barelli
  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Vögel
  • Lesedauer:12 min Lesezeit

Regenpfeiferartige bis Rennvogel Arten

Regenpfeiferartige – Ordnung Charadriiformes. Die Familien in der Ordnung sind sehr verschieden. Von klein bis gross, von an Ufern lebend bis hin zu Waldbewohnern oder gar solche, die in der Wüste leben. Einige leben auf dem offenen Meer. Da etliche unter ihnen Zugvögel sind, haben sie lange, spitz zulaufende Flügel. Um das Gefieder zu pflegen, baden die am Wasser lebenden Arten, in Süsswasser und ölen es mit dem Sekret aus der Bürzeldrüse ein, um es wasserabstossend zu machen.

Wir veteilen die Ordnung Regenpfeiferartige auf mehrere Seiten, da es zu viele Arten sind. Hier stellen wir bis Rennvogel Arten vor.

Da der Bindenrennvogel schwer zu finden ist, haben wir am Baringo See Trackers, die uns zu ihnen führen. Sie können dann den Anblick geniessen und Fotos machen. Auch suchen sie für uns Schlangen und Skorpione. Wir folgen mit dem Auto und gehen kurze Distanzen zu Fuss. Wir scheuen keine Anstrengung auch schwer zu findende Vogelarten zu suchen und hoffentlich auch zu finden. Garantieren kann man es nie.

Reiherläufer – Familie Dromadidae. Es wird diskutiert, ob sie in die Ordnung der Regenpfeiferartigen gehören oder nicht. Sie sind am Strand des Indischen Ozeanes zu finden. Sie brüten am Roten Meer, dem Arabischen Meer, Golf von Oman und Somalien. In Kenia und weiter südlich sind sie Gäste. Oft findet man sie in grossen  Scharen. Sie fressen Krabben.

Austernfischer – Familie Haematopodidae hat nur eine Gattung Haematopus. Sie leben entlang der Meeresküsten und fressen Vielborster (Ringelwürmer) und andere Meerestiere, die sie am Strand finden.

Blatthühnchen oder Jacana – Familie Jacanidae. Es sind Vögel der Tropen, wo sie an Gewässern leben. Die verlängerten Zehen und Zehennägel ermöglichen es, auf schwimmenden Wasserpflanzen zu gehen und Insekten aufzupicken. Speziell ist, dass das Weibchen grösser als das Männchen ist. Die Weibchen kämpfen um die besten Männchen, die auch die Jungen aufziehen.

Triele – Familie Burhinidae. Die Familie mit 10 Arten kommt vorwiegend in den Tropen und warmen Gegenden vor. Die meisten sind Standvögel ausser dem Triel, der den Nordwinter in Afrika verbringt. Sie sind nachtaktiv und stehen gut getarnt tagsüber ruhig meist unter Büschen oder in Wassernähe. Sie fressen Insekten und andere Wirbellose.

BrachschwalbenartigeFamily Glareolidae, Suborder Lari. Es wird vermutet, dass sich die Familie in Afrika entwickelte. Die Schnabelform definiert die Familie in der Ordnung der Brachschwalbenartigen. Brachschwalben haben kurze Beine, lange, zugespitzte Flügel und einen gegebelten Schwanz. Sie fangen Insekten mit ihrem breiten Schnabel wie Schwalben im Flug. Sie können in grossen, lärmigen Schwärmen gesichtet werden. Einige sind nachtaktiv und wieder andere ziehen grosse Distanzen, andere ziehen innerhalb von Afrika.
Rennvogelarten fressen Insekten, Schnecken und Echsen. Diese rennen mit ihren langen Beinen den Beutetieren nach, was ihnen auch den Namen Rennvogel gab. Die meisten Arten sind dämmerungs- oder nachtaktiv.
Brachschwalben und Rennvogelarten brüten am Boden und die Jungen sind Nestflüchter.

Für grössere Fotoansicht Klick aufs Bild. Die Namen der Fotografen sind angegeben und es ist nur dank deren Liebenswürdigkeit möglich, Ihnen eine grosse Vielfalt an Arten vorstellen zu können. Fotos ohne Namen sind von Elvira Wolfer

Wir benutzen die Bücher “Birds South of Sahara”, “Birds of East Africa” und “Birds of Kenya and Northern Tanzania”. Um möglichst aktuelle Informationen zu liefern, wird auch Avibase vor allem für Unterarten hinzugezogen. Manchmal sagen Autoren nicht das Gleiche und es finden auch laufend Umbenennungen statt.

Auf unserer Facebook “Bird photography Safaris Kenya” Seite finden Sie mehr Fotos von Lorenzo Barelli und Elvira Wolfer. Im Namibia-Forum (Bushtruckers) erstellt Elvira jeweils Berichte von ihren Safaris.

Rennvogel Arten sind im Inland zu suchen, während andere Arten in dieser Ordnung an Seen oder am Meer zu finden sind, das heisst reisen und verschiedene Biotope aufsuchen, um die Wunschvogelarten zu finden, ist notwendig.

Ornithologische Kenia Safari Zentral und West 13 Tage

Vogel Safari Kenia Nairobi – Watamu 13 Tage

Reiherläufer (Dromas ardeola) ist ein spezieller Vogel. Er frisst Krabben am Strand und in Lagunen entlang der östlichen Afrikanischen Küste. Fotos aufgenommen in Mida Creek

Austernfischer (Haematopus o. ostralegus) verbringt den Nordsommer in Island, Skandinavien und Südwuropa. An den Afrikanischen Küsten sind sie nicht allzu häufig gesehene Wintergäste. Foto Marina Meger

Blaustirn-Blatthühnchen (Actophilornis africanus) ist weitverbreitet in Afrika an Gewässern mit Vegetation.

Zwergblatthühnchen (Microparra capensis) kommt an Teichen, Sümpfen und Seen mit genügend Vegetation südliche der Sahara vor. Es ist ein nicht häufig gesichteter Stand- und lokaler Zugvogel. Foto Marina Meger

Senegaltriel (Burhinus senegalensis) kommt an einigen Orten recht häufig vor. Es ist ein Stand und Zugvogel innerhalb von Ost- nach Westafrica. Er mag sandigen Boden am liebsten in Wassernähe. In Kenia ist der südlichste Ort, wo man ihn finden kann am Baringo See. Foto Lorenzo Barelli

Triel (Burhinus o. oedicnemus) ist ein nicht häufiger Zugvogel nach Ostafrika zwischen Oktober und März. Er hält sich oft in Wassernähe auf.

Wassertriel (Burhinus v. vermiculatus) findet man in Paaren oder kleinen Gruppen an Flüssen und Seen mit genügend Deckung. Sie kommen recht häufig und in vielen Gegenden Afrika’s vor.

Kaptriel (Burhinus c. capensis) findet man meist in Paaren in offenen Biotopen. Weitverbreitet.

Rotflügel-Brachschwalbe (Glareola pratincola fuelleborni) zieht vom Norden und innerhalb Afrika. Manchmal kann man sie in grosser Zahl in Wassernähe in offenem Gelände antreffen. Die kleinere Unterart erlangeri kommt an den Küsten von Somalia und Nordkenia vor. Bild aufgenommen am Turkana See

Schwarzflügel-Brachschwalbe (Glareola nordmanni) brütet in Rumänien bis Südwest Russland und Kazakhstan. Den Nordwinter verbringen sie im südlichen Afrika und ziehen dabei durch Westuganda und Ruanda. Kenia hat nur vereinzelte Sichtungen. Status: fast bedroht. Foto Per Holmen

Madagaskarbrachschwalbe (Glareola ocularis) brütet auf Madagaskar und zieht an die Küste von Somalien bis Tanzania von März bis September. Man findet sie an Flussmündungen und feuchten Ebenen. Status: fast bedroht. Foto Lorenzo Barelli

Halsband-Brachschwalbe (Glareola nuchalis nuchalis or torrens) kommt seltener im Westen von Kenia am Nzoia Fluss vor, häufiger in Uganda und südlicherem Tanzania an grossen Flüssen umsäumt von Felsen. Foto Per Holmen, Murchison Falls, Uganda

Temminckrennvogel (Cursorios t. temmincki) bewohnt trockene Gegenden mit spärlichem Grasbewuchs oder kürzlich abgebrannt. Die Unterart kommt von West bis Ostafrika (Kenia) vor, die Unterart ruvanensis von Uganda bis Tansania. Foto links von Jacques Pitteloud, Masai Mara Nominatform, rechts von Per Holmen,Tanzania subspecies ruvanensis

Somalirennvogel (Cursorius somalensis littoralis) ist ein nicht so seltener Nomade von Somalien bis Nordkenia und Tsavo Region vor. Habitat: halbtrockene Grasebenen. Endemisch im Horn von Afrika und Kenia. Foto Per Holmen

Doppelband-Rennvogel (Rhinoptilus africanus gracilis) kommt in halbtrockenen und Wüstenebenen vor. Sie mögen steinige Orte. Diese Unterart ist endemisch in Kenia und Tansania.

Bindenrennvogel (Rhinoptilus c. cinctus) kommt in ariden und semi-ariden Savannen vor. Er ist hauptsächlich nachtaktiv und versteckt sich am Tage. Es kein häufig zu findender Vogel und am besten findet man ihn am Baringo See. Die Nominatform kommt vom Südsudan bis Tansania vor, die Unterart balsaci in Südsomalien und Nordostkenia vor. 

Amethystrennvogel (Rhinoptilus chalcopterus) kann in bewaldeten Gegenden und Savannen von West- bis Ost- und Südafrika gefunden werden. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber unter Büschen, also leicht übersehbar. Sie sind Stand- und Zugvögel innerhalb von Afrika. Foto Per Holmen