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Jacksontoko, Männchen eine Art mit dem kleinsten Verbreitungsgebiet

Toko, Wiedehopf, Baumhopf, Hopf, Hornrabe in Ostafrika

4 ganz verschiedene Familien mit verschiedenen Charakteren, die aber neuerdings in der selben Ordnung Bucerotiformes gelistet sind

Ordnung Bucerotiformes – Hopf, Baumhopf, Sichelhopf, Hornrabe, Toko, Nashornvogel  

Familie Upupidae Wiedehopfe. Diese sind über Europa, Afrika, Madagaskar, Asien und Indien verbreitet. Sie suchen am Boden oder in abgestorbenem Holz nach Insekten und Insektenlarven. Mit dem langen, gebogenen Schnabel stochern sie in den Boden, um an eine saftige Made ranzukommen. Sie brüten in Baumhöhlen und die Paarbindung dauert eine Brutsaison. In Ostafrika haben wir 2 Arten: den Afrikanischen Wiedehopf und den Zugvogel Eurasischer Wiedehopf.

Familie Phoeniculidae Baumhopfe und Sichelhopfe sind endemisch in Afrika. Charakteristisch ist das schillernde Gefieder, welches die Farbe je nach Lichteinfall verändert. Sie haben einen langen, gekrümmten Schnabel mit dem sie in Löchern und unter Rinde nach Insekten und Insektenlarven suchen. Hämmern wie Spechte tun sie nicht. Der Schwanz nimmt mehr als die Hälfte der Körperlänge ein. Das Männchen ist etwas grösser und hat einen längeren Schnabel.

Baumhopfe sind in der Unterfamilie Phoeniculinae, Sichelhopfe in der Unterfamilie Rhinopomastinae. Baumhopfe leben oft in Gruppen, Sichelhopfe leben und brüten als Paare.

Familie Bucerotidae Hornraben

Im Moment sind in der Familie 55 Arten in verschiedenen Kontinenten. In der einen der 3 Gattungen in Ostafrika sind Rotgesicht Hornraben oder nördliche Hornraben (Bucorvus leadbeateri) gefährdet. Sie werden gejagt und ihr Lebensraum schrinkt. Diese grossen Vögel leben in Gruppen von 5 – 10 Tieren. 

Das brütende Paar wird beim Aufziehen der Jungen von den anderen Gruppenmitgliedern unterstützt. Hornraben fressen Reptilien, auch giftige Schlangen, Amphibien, Nager und Insekten. Sie haben eine Flügelspannweite von etwa 2 Metern, was man sehen kann, wenn sie zum Schlafen auf Bäume fliegen. Es ist sehr interessant Rotgesicht-, und Blaugesicht Hornraben zu beobachten. In Ostafrika kommen 2 Arten Hornraben vor.

Die 2. Gattung Tockus / Toko hat etliche Arten in Arika. Lange, dicke Schnäbel, gelegentlich mit Aufsätzen sind charakterisch. Die Schnabelfarbe variiert nach Art und Geschlecht oder Alter. Sie brüten in Baumhöhlen, wobei das Weibchen die Eier bebrütet. Das Männchen füttert sie durch einen Schlitz in dem zugemauerten Eingang. Sobald die Jungen schlüpfen, kommt das Weibchen frisch gemausert raus und hilft beim Füttern der 2 – 3 Jungen.

Ihre Nahrung besteht aus Reptilien, Insekten, Larven, kleinen Nagern und Früchten. Oft findet man sie bei Dunghaufen vor allem von Elefanten, in denen sie Futter finden. Auch diese Gattung ist höchst interessant zu beobachten, z.B. Wenn das Männchen balzt. Einige der Toko Arten haben nur ein kleines Verbreitungsgebiet, wie der als Titelbild eingestellte Jacksontoko, der am besten am Baringo See zu beobachten ist.

In der gleichen Familie aber in der 3. Gattung Bycanistes sind andere Hornraben.

 Dies sind recht grosse Vögel bei denen die Männchen einen auffälligen Schnabelaufsatz haben. Hornraben leben in bewaldeten Gebieten, wo sie sich von Früchten, Insekten, Reptilien u.a. ernähren. Gerne mögen sie die Früchte von Feigenbäumen. Auch sie brüten in Baumhöhlen, in denen das eingemauerte Weibchen sich um die Eier kümmert und in der Zeit mausert. Sie leben meist in Gruppen und deren Rufe tönen ähnlich wie menschliches Gelächter, was im Westen von Kenia zu Aberglauben führte.

Einige Arten wurden aus der Gattung Tockus sind in die 4. Gattung Lophoceros verschoben worden.

Wir benutzen die Bücher “Birds of Africa South of Sahara”, “Birds of East Africa” und “Birds of Kenya and Northern Tanzania”. Um möglichst aktuelle Informationen zu liefern, wird auch Avibase vor allem für Unterarten hinzugezogen. Manchmal sagen Autoren nicht das Gleiche und es finden laufend Umbenennungen statt.

Auf unserer Facebook “Bird photography Safaris Kenya” Seite finden Sie mehr Fotos von Lorenzo Barelli und Elvira Wolfer. Im Namibia-Forum (Bushtruckers) erstellt Elvira jeweils Berichte von ihren Safaris.

Ohne die Liebenswürdigkeit von Vogelfotografen ihre Bilder zur Verfügung zu stellen, wären diese umfangreichen Vogelseiten nicht möglich. Ein herzliches Dankeschön!

Klick auf Bilder ergibt eine grössere Ansicht.

Einige der auf dieser Seite aufgeführten Arten sind weit verbreitet und leicht zu finden. Von anderen muss man wissen, wo sie vorkommen und dann diese mit Geduld suchen. Ein guter ornithologischer Führer kann von grossem Vorteil sein, da er sie anhand ihrer Rufe lokalisieren kann.

Begleiten Sie uns auf einer unserer Vogel Safaris durch Ostafrika. Sie werden eine Artenvielfalt vorfinden, die Sie nicht erwartet haben.

Afrikanischer Wiedehopf (Upupa (epops) africana) kommt in Savannen und leicht bewaldeten Gegenden vor. Er ist dunkler als der Eurasische Wiedehopf. Foto Lorenzo Barelli

Eurasischer Wiedehopf (Upupa epops) überwinter von Ost- bis Westafrika abhängig vom Brutgebiet. Foto Lorenzo Barelli

Grünbaumhopf (Phoeniculus pupureus marwitzi) kommt in verschiedenartigen Gegenden mit Bäumen bis 2.800 m in Kenia und Uganda vor. Junge haben einen dunklen Schnabel.

Schwarzschnabel-Baumhopf (Phoeniculus s. somaliensis) kommt in NO Kenya und West Somalia vor.

Grant-Baumhopf oder Steppenbaumhopf (Phoeniculus granti) ist endemisch to Akazien Trockensavanne. Das grösste Verbreitungsgebiet liegt in Kenia, kleine in Nordtansania und Südäthiopien. Oft findet man ihn bei Doumpalmen. Samburu.

Weissmasken-Baumhopf (Phoeniculus bollei jacksoni) ist weit verbreitet in Wäldern von 900 – 3.000 m. Endemisch in Ostafrika. Foto Per Holmen, Mount Kenya

Goldschnabelhopf (Rhinopomastus minor cabanisi) ist recht klein und endemisch in Nordostafrika in trockenen und semi aridem Buschland und leicht bewaldeten Gebieten. Die Nominatform kommt in Nordostkenia vor und hat weiss am Flügel.

Glanzsichelhopf (Rhinopomastus cyanomelas schalowi) ist weit verbreitet in Savannen und mit grossen Blättern bestückten Gegenden. Foto Per Holmen

Rotgesicht-Hornrabe (Bucorvus leadbeateri) leben in kleinen Familiengruppen von Ost- bis südliches Afrika in offener Savanne. Die Art ist bedroht. Video

Blaugesicht-Hornrabe (Bucorvus abyssinicus) leben in kleinen Familiengruppen in trockenen Savannen von Uganda bis Westafrika. Foto Marina Meger, links, Weibchen rechts von Per Holmen

Gelbschnabeltoko (Tockus flavirostris) ist ein recht grosser Vogel, aber nicht häufig. Er kommt in trockenen Savannen vor, am ehesten dort wo es Baobab Bäume und Commiphoren hat. Endemisch in Nordost Afrika. Fotos vom Tsavo West und Samburu

Savannentoko (Tockus erythrorhynchus) ist häufig in Savannen und semi ariden bewaldeten Gebieten vom Horn von Afrika, Ostafrika und weiter westlich. Video

Tansaniatoko (Tockus ruahae) ist endemisch in Zentral Tansania in Savanne und Akazien bewachsenen Gegenden. Rechts

Von der Decken Toko (Tockus deckeni) ist endemisch – Süd Somalia, Aethiopien, Kenia, NO Uganda und Tansania in offener Savanne und Dornbusch. Weibchen und Junge haben einen dunklen Schnabel.

Jacksontoko (Tockus jacksoni) hat nur ein kleines Verbreitungsgebiet. NW Kenia und NO Uganda. Der südlichste Verbreitungsort und auch derjenige, wo man ihn am sichersten beobachten kann, ist am Baringo See.

Kronentoko (Lophoceros alboterminatus) kommt in bewaldeten Gebieten von Ost- bis Zentral- und südlichem Afrika vor.

Hemprichtoko (Lophoceros hemprichi) ist eine nicht häufig gefundene Art. Er kommt am Baringo See und weiter nördlich in Aethiopien und Eritrea vor. Sie brauchen Kliffs zum Nesten. Weibchen von Per Holmen

Grautoko (Lophoceros nasutus epirhinus) kommt in Akazien Savanne von SO Kenya bis Nord-Südafrika vor. Die Unterart nasutus mit dem kleineren Schnabelaufsatz ist nördlicher. Das Weibchen hat die rote Schnabelspitze.

Blasschnabeltoko (Lophoceros pallidrostris) ist nicht häufig in Miombo Wäldern von Tansania bis Angola. Foto Per Holmen

Elstertoko (Lophoceros fasciatus) ist eine Westafrikanische Art, kann aber im Semliki Nationalpark im Wald gefunden werden. Foto Per Holmen

Zwergtoko (Lophoceros camurus) ist endemisch in und um den Semliki Nationalpark. Foto Per Holmen

Schreihornvogel (Bycanistes sharpii) ist eine mehr westafrikanische Art. In Uganda kann man ihn in Semliki und Budongo Nationalparks finden. Foto Per Holmen

Trompeterhornvogel (Bycanistes bucinator) kommt in tiefgelegenen, Flussufer-, und Küstenwäldern von Ost – Zentral – Südafrika vor. Foto Per Holmen

Silberwangenhornvogel (Bycanistes brevis) kommt vom Horn of Afrika bis Mossambik in Waldgebieten von der Küste bis 2.600 m vor. Fotos Lorenzo Barelli & Elvira Wolfer

Grauwangen-Hornvogel (Bycanistes subcylindricus subquadratus) lebt in Wäldern in Westkenia, Burundi und Angola. Fotos Lorenzo Barelli & Per Holmen

Östlicher Zwergtoko (Horizocerus granti) ist ein sehr kleiner Hornrabe, der im Semliki Nationalpark vorkommt.

Weisshaubenhornvogel (Horizocerus cassini) kommt in Nigeria, dem Kongobecken, Westuganda (Semliki Nationalpark) und Angola vor.