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Mackinder's Uhu von Lorenzo Barelli
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  • Beitrags-Kategorie:Vögel
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Eulen, Uhu, Kauz, Zwergkauz, Weissgesichtseule

Die leisen Jäger in der Nacht umhüllt von Mythologie und Aberglauben

Im alten Ägypten sympbolisierte die Eule den Buchstaben “m” und war die einzige Hieroglyphenabbildung in der das Lebewesen grade den Betrachter ansieht. Sie galten als Symbol der Weisheit, wurden aber auch als unheimliche Lebewesen betrachtet.

In China während der Shang Dynastie (1600 – 1046 v.C.) waren sie heilig. Oft sind Köpfe auf heiligen Gefässen zu sehen.

In vielen Kulturen weltweit werden sie als Todbringer betrachtet. Aber sie dienen auch als Symbol für Veränderung, Vorhersagungen und mystische Zeichen.

Im alten Griechenland war der Steinkauz (Athene noctua) der Göttin für Kriegsstrategie und Weisheit Athene zugeordnet. Im alten Rom der Göttin Minerva, die für Weisheit, Gerechtigket, Recht, Sieg und Sponsor für Kunst stand.

Bei den Kelten standen sie für Weisheit, Schutz aber auch Einsamkeit.

Im Mittelalter wurden die in der Nacht jagenden Vögel mit Hexen in Verbindung gesehen. Das lateinische Wort für Hexe war Strix und das hat der Gattung bis heute den Namen gegeben.

https://www.eulenwelt.de/mythologie.htm

Aber was sind Eulen wirklich?

Sie jagen und rufen nachts, um ihr Territorium zu markieren. Tagsüber ruhen sie oft gut getarn nahe an einem Baumstamm oder einem Ast. Die Augen sind nach vorne gerichtet, wie bei Menschen und Beutegreifern. Dies ermöglicht ein genaues Distanzabschätzen = binokulares Sehen. Augenlieder, bei einigen Arten gefärbt, können wie bei Menschen geschlossen werden. Der Kopf kann fast 360 Grad rotiert werden, was ein Rundumsehen ermöglicht, um Beute zu erspähen.

Die Ohren, das Gehirn und die Anordnung der Federn ermöglichen es Beute haargenau anzupeilen. Dies trägt zum erfolgreichen Jagen in der Nacht bei.

Um von Beutetieren nicht gehört zu werden, haben sie einen lautlosen Flug. Die Federn der Handschwingen sind kammartig gezähnt und die Federn mit Flaumhärchen überdeckt, so dass keine Strömungsgeräusche entstehen (Ausnahme ist die Fischeule).

Wie etliche andere Greifvögel auch, würgen sie Gewölle raus. Anhand dieser können Forscher die Beutetiere identifizieren.

In der Ordnung Strigiformes sind etwa 240 Arten in 2 Familien

SchleiereulenTytonidae haben ein herzförmiges Gesicht, lange starke Beine mit kräftigen Zehen und Krallen. Auffällig ist, dass die nach hinten gerichtete innere Zehe in Länge der Mittelzehe entspricht.

Echte EulenStrigidae kommen weltweit ausser in der Antarktis vor. Sie sind in 24 Gattungen aufgeteilt. In den 230 Arten sind die kürzlich ausgelöschten Arten mit enthalten

Fischeulen sind anders. Ihr Flug ist nicht leise und die Zehen sind mit rauhen Schuppen versehen, um schlüpfrige Fische und Frösche zu fangen.

Da etliche Nagerarten zu den Beutetieren gehören, sind Eulen sehr wichtig. Aufklärungsarbeit, dass Nager nicht mit Gift eliminiert werden, was etliche Fleischfresser mit tötet, wird von Paul am Fusse der Aberdare Berge, geleistet. Er beschützt und beobachtet den seltenen Mackinderuhu. Wer Interesse hat, kann auf einer Tour die Eulen besuchen und Paul zuhören.

Sie nisten in Baumhöhlen und werden von beiden Eltern betreut und gefüttert. Die Weibchen sind grösser als die Männchen. Farbunterschiede sind kaum vorhanden.

Für grössere Fotoansicht Klick aufs Bild. Die Namen der Fotografen sind angegeben und es ist nur dank deren Liebenswürdigkeit möglich, Ihnen eine grosse Vielfalt an Arten vorstellen zu können. Fotos ohne Namen sind von Elvira Wolfer

Wir benutzen die Bücher “Birds South of Sahara”, “Birds of East Africa” und “Birds of Kenya and Northern Tanzania”. Um möglichst aktuelle Informationen zu liefern, wird auch Avibase vor allem für Unterarten hinzugezogen. Manchmal sagen Autoren nicht das Gleiche und es finden laufend Umbenennungen statt.

Auf unserer Facebook “Bird photography Safaris Kenya” Seite finden Sie mehr Fotos von Lorenzo Barelli und Elvira Wolfer. Im Namibia-Forum (Bushtruckers) erstellt Elvira jeweils Berichte von ihren Safaris.

Am Baringo See kann man verschiedene Uhus, Kauz- und  Zwergohreulen wie auch die nördliche Weissgesichtseule zu sehen bekommen. Siehe unsere ornithologische Safari, die Sie dahin bringt.

Paul 1

Westliche Schleiereule (Tyto alba affinis) konmt in Afrika ausser Regenwäldern vor. Das Foto entstand früh am Morgen im Kichwa Tembo Camp in der Masai Mara

Kapgraseule (Tyto c. capensis) kommt lokal in Grasland in Südwest Kenia und Nordwest-, Zentral- und Südwesttansania vor. Foto Per Holmen

Kapohreule (Asio c. capensis) kommt in Sümpfen und feuchtem Grasland in etlichen Gegenden in Afrika vor. Foto Adam Scott Kennedy

Afrika Waldohreule (Asio abyssinicus graueri) ist eine extrem seltene Unterart und kommt nur im Bergwald und Heidekraut in den Ruwenzori Bergen und am Mount Kenia auf 3.350 m vor. Die Nominatform lebt im Hochland von Aethiopien und Eritrea.

Afrikakauz (Strix woodfordii nigricantior) lebt in immergrünen Wäldern und Galeriewäldern. Diese Unterart kommt in Kenia, teils Tansania und Sansibar vor. Die Unterart nuchalis findet man in Uganda, Südsudan, DRK West bis Nordangola. Die Nominatform woodfordii ist in Südwesttansania bis Botswana zu finden. Arabuko Sokoke Wald

Bindenfischeule (Scotopelia peli) ist in Kenia sehr selten. Häufiger kommt sie im südlichen Tansania vor. Foto Lorenzo Barelli, Meru Nationalpark

Blassuhu (Bubo lacteus) ist eine der häufiger angetroffenen Eulenarten südlich der Sahara in Savannen und in Galeriewäldern.

Mackinderuhu (Bubo capensis) mackinderi) ist je nach Author eine eigene Art oder eine Unterart des Kapuhu. Sie kommt in Kenia im Nordosten der Aberdare Berge und am Mount Kenia vor. Des weiteren in Uganda, Simbabwe, Mocambique und Malawi.

Fleckenuhu (Bubo a. africana) ist weitverbreitet von Ost- Südafrika in verschiedenen Habitaten mit Ausnahme von dichten Waldgebieten. Die Unterart tanae kommt im Südosten von Kenia, am Tana Fluss und in den Lali Hügeln vor.

Grauuhu (Bubo (africana) cinerascens) wird von einigen als Art, von anderen als Unterart beschrieben. Gefunden wird sie im Meru Gebiet und am Baringo See bis Westafrika.

Usambara Uhu (Bubo (poensis) vosseleri) ist endemisch in den Eastern Arc Mountains in Tansania. Foto Per Holmen, Amani Forest

Afrika Zwergohreule (Otus s. senegalensis) ist weitverbreitet südlich der Sahara in Savannen, Trockenbusch und leicht bewaldeten Gebieten. Baringo See. Die Unterart nivosus kommt vom unteren Tanafluss bis zu den Lali Hügeln vor.

Eurasische Zwergohreule (Otus s. scops) und seltener 2 Unterarten turanicus und pulchella verbringen den Nordwinter von Oktober to März von Zentral- bis Westkenia, Somali bis Westafrika.

Sokoke Zwergohreule (Otus ireneae) ist endemisch im Arabuko Sokoke Wald und in den Usambara Bergen. Es gibt die robraune und graubraune Form. Bedroht. Foto Lorenzo Barelli und Elvira Wolfer

Pemba Zwergohreule (Otus pembaensis) ist endemisch auf der Insel Pemba. Verwundbar. Photo Per Holmen

Nordbüscheleule (Ptilopsis leucotis) kommt von Zentralkenia bis Westafrika in Trockengebieten vor. Der beste Ort sie zu finden, ist am Baringo See.

Südbüscheleule (Ptilopsis granti) findet man in Akanzien-Savannen und Trockenwäldern von Südkenia bis südliches Afrika. Foto Roland Ströder, nahe Arabuko Sokoke Wald

Perlzwergkauz (Glaucidium perlatum diurnum) ist die Unterart von Ost- bis südliches Afrika in Akazienwäldern.

Ngami Zwergkauz (Glaucidium ngamiense) kommt in Zentraltansania und weiter südlich in bewaldeten Gebieten vor. Foto Per Holmen

Scheffler Zwergkauz (Glaucidium (capense) schefferi) kommt in Ostkenia, Ostsomalien und Osttansania ausser im Nordwesten in bewaldeten Gebieten vor.

Albertzwergkauz (Glaucidium altertinum) ist eine nicht gut erforschte Art. Kann in Bergwäldern in den Itombwe Bergen, westlich des Edwardsees und  in Nordruanda gefunden werden. Endemisch. Status: verwundbar

Kastanienzwergkauz (Glaucidium c. castaneum) kann im Südwesten von Uganda und in DR Kongo gefunden werden. Vorher war es eine Unterart des Kapzwergkauzes. Sehr selten.

Rotbrustzwergkauz (Glaucidium tephronotum) ist nicht häufig und lebt in Waldunterwuchs. Die Unterart medje kommt im Südwesten von Uganda und DR Kongo vor, elgonense am Mount Elgon auf der Uganda und Kenia Seite.