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Savannentrappe, eine der selteneren Arten. Foto Lorenzo Barelli

Trappen von häufig bis selten, Strausse

Ordnung Otidiformes. Grosse am Boden lebende Vögel gehören in die Ordnung. Sie fressen verschiedenste Nahrung am Boden – Beeren, Kräuter, Samen, Wirbellose, kleine Reptilien und kleine Nager. Alle können fliegen auch die grösste, die Riesentrappe bei denen die Männchen um die 20 kg wiegen. Derzeit sind weltweit 26 Arten anerkannt.

Das Nest wird am Boden gebaut, was sie exponiert und leicht zugänglich für Beutegreifer macht. Das Weibchen legt 3 – 5 dunkle, gesprenkelte Eier. Ein spezielles Schauspiel ist die Balz!

Die Ordnung geht 30 Millionen Jahre zurück. Sie entwickelten sich entweder in Ost- oder Südafrika von wo aus sie sich ausbreiteten. Das macht sie eine recht alte Ordnung. Einige Arten sind fast gefährdet oder gefährdet wegen Lebensraumverlust. Einigen Arten begegnet man recht oft, andere muss man arg suchen und Glück haben.

Um die in Ostafrika lebenden Arten und Unterarten zu finden, muss man weit reisen, denn deren Verbreitungsgebiete liegen weit auseinander. Einige leben in Savannen andere hingegen in Wüsten. Es heisst auch willig zu sein, Strapazen auf sich zu nehmen, denn die Wüstengebiete sind per Auto auf Naturstrassen zu erreichen. Es ist heiss, staubig oder von Wasser überflutet. Dennoch hat das Gebiet um den Turkana See seinen Reiz.

Trappen – Familie Otididae

Die recht grossen, am Boden lebenden, aber immer noch flugfähigen Vögel leben in Savannen, Grassland und Halb- und Wüsten. Bei einigen Arten ist der Unterschied zwischen Männchen und Weibchen gut sichtbar. Meist findet man sie als Paar.

Strausse – Ordnung Struthioniformes = Laufvögel – Familie Struthinidae

Sie sind in der Unterklasse Palaeognathae = Urkiefervögel. Darin sind die 2 Ordnungen Strausse – Struthioniformes und Steisshühner – Tinamiformes.

Laufvögel haben alle die Fähigkeit zum Fliegen verloren.

Straussenmännchen werden bis zu 2.5 m hoch und wiegen bis zu 135 kg. Die kleineren, braun gefärbten Weibchen werden ca. 175 cm hoch und wiegen 90 – 110 kg. Hals und Beine sind nackt, die Füsse zum Rennen ausgebildet, so dass sie eine Geschwindigkeit von 70 km/Std. erreichen können. Strausse haben nur 2 Zehen, was man Didactylie nennt. Die Zehen tragen Krallen und mit den Füssen können sie arge Tritte versetzen. Der Kopf ist recht klein, doch haben sie das grösste Auge im Verhältnis zum Körper unter den Wirbeltieren.

Während der Paarungszeit tanzt das Männchen und die weissen Flügelspitzen sind ein starkes visuelles Signal. Bei der Paarung stösst das Männchen einen brüllenden Ton aus. Das Männchen hat mehrere Weibchen. Bebrütet werden die Eier vom Männchen (meist nachts) und der Haupthenne. Diese stellt sicher, dass ihre Eier in der Mitte der Mulde in der Erde liegen. Somit haben sie die idealste Temperatur und werden als letzte von Eierdieben ergattert. Die Jungen sind Nestflüchter und folgen den Alttieren.

Strausse sind Allesfresser. Hauptsächlich ernähren sie sich von Pflanzen und Samen, nehmen aber auch Insekten, Reptilien und Nager.

Wie viele andere Tiere auch, werden Strausse von beissenden Insekten und Zecken geplagt. Deshalb picken sie immer wieder an sich rum und auch ein Staubbad kann etwas Abhilfe schaffen. Sie nehmen auch regelmässig Wasser zu sich.

Für grössere Fotoansicht Klick aufs Bild. Die Namen der Fotografen sind angegeben und es ist nur dank deren Liebenswürdigkeit möglich, Ihnen eine grosse Vielfalt an Arten vorstellen zu können. Fotos ohne Namen sind von Elvira Wolfer

Wir benutzen die Bücher “Birds South of Sahara”, “Birds of East Africa” und “Birds of Kenya and Northern Tanzania”. Um möglichst aktuelle Informationen zu liefern, wird auch Avibase vor allem für Unterarten hinzugezogen. Manchmal sagen Autoren nicht das Gleiche und es finden auch laufend Umbenennungen statt.

Auf unserer Facebook “Bird photography Safaris Kenya” Seite finden Sie mehr Fotos von Lorenzo Barelli und Elvira Wolfer. Im Namibia-Forum (Bushtruckers) erstellt Elvira jeweils Berichte von ihren Safaris.

Savannentrappe (Neotis denhami jacksoni) ist die Unterart in Ostafrika. In Kenia im Westen und Zentralkenia, Nordwest Uganda und Südwest Tansania. Status: fast bedroht. Foto Lorenzo Barelli

Heuglintrappe (Neotis heuglini) ist endemisch im Horn von Afrika, von Eritrea, N Somalia und Nordkenia bis Tsavo Ost. Das Foto wurde beim Turkana See aufgenommen (Elvira Wolfer)

Arabientrappe (Ardeotis arabs butleri) kommt nur im Südsudan und selten auf trockenen Ebenen im Nordwesten von Kenia vor. Foto Adam Scott Kennedy. Status: fast bedroht

Äthiopientrappe (Lophotis gindiana) ist endemisch im Horn von Afrika bis Südwest Tansania. Sie kommt in trockenem Akazienbuschland vor.
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Riesentrappe (Ardeotis kori struthiunculus) ist die Unterart von Ostafrika’s Savannen und Graslandschaften bis zu semi ariden Gebieten. Die andere Unterart lebt im südlichen Afrika. Status: fast bedroht

Schwarzbauchtrappe (Lissotis m. melanogaster) ist weit verbreitet in offenem Grasland und leicht bewaldeten Gegenden. Das Weibchen ist bräunlich.

Hartlaubtrappe (Lissotis hartlaubii) ist endemisch in Nordostafrika. Sie kommt in trockenerem und offenerem Grasland vor als die Schwarzbauchtrappe. Die Weibchen sind kaum unterscheidbar.

Weissbauchtrappe (Eupodotis senegalensis erlangeri) kommt im Südwesten von Kenia bis Zentraltansania vor. Man kann sie in der Masai Mara und Serengeti finden. Sie ist etwas dunkler als canicollis. Fotos Lorenzo Barelli

Weissbauchtrappe (Eupodotis senegalensis canicollis) kommt von Nordost Uganda, Kenia bis Nordosttansania in Grasland und Savannen vor. Fotos Lorenzo Barelli  Männchen

Maasai Strauss (Struthio camelus massaicus) lebt in Savannen und Halbwüsten im südlicheren Kenia und Nordtansania. Typisch sind der rötliche Hals und Beine. Beim Männchen verstärkt sich das Rot zur Paarungszeit. Video

Somali Strauss (Struthio molybdophanes) lebt in Trockengebieten in Nordost Kenia, Somalia und Äthiopien in Trockengebieten. Ausserhalb von Schutzgebieten wie Samburu, Meru und Lewa sind sie selten geworden.